Marlo – Ein Ausbruch von Freiheit

4. JANUAR 2022

Mir ist was ganz Wunderbares passiert!

Plötzlich spüre ich mich. Ich spüre den Körper. Er ist weich,
angenehm, ohne Spannung.

Plötzlich fühle ich mich. Es ist ein Wohlgefühl. Es ist völlig
anders. Ich fühle alles. Ich fühle alles.

Es ist großartig. Es ist großartig ohne eigene Gedanken zu sein.
Einfach jetzt zu sein.

Da war so eine Last auf meinen Schultern. Sie ist einfach weg.

Es ist keine Anstrengung mehr, den Körper zu bewegen. Nur noch Freude.

Was ich zu tun habe, weiß ich. Nur wenn ich mich sträube und was
anderes machen will, erzeuge ich Schmerz. Es tut weh.

Ich laufe auf den Acker raus, muss lachen und weinen gleichzeitig.

Die Welt ist noch die gleiche und doch ist sie plötzlich ein Wunder.
Sie ist ein Wunder!

Ich sehe die Menschen, sie haben das wahre Selbst verloren. Und deshalb
ist die Welt, so wie sie ist.

Ich habe die Menschen gehasst. Es war Selbsthass.

Mein ganzes Leben läuft vor meinen Augen ab. Der ganze Hass und die
Angst, das musste so sein.

Ich habe das gebraucht. Ich musste in dieser Hölle sein, um das zu
erkennen. Ich hatte keine Wahl.

Plötzlich verstehe ich den Satz: „Leute werden nichts besitzen und
doch glücklich sein“. Bis jetzt klang das für mich immer wie eine
Drohung. Als ob mir jemand was wegnehmen will. Die Vorstellung, ohne
etwas dazustehen, hat mich vor Angst fast irre gemacht. Und nun: Ich
kann nichts verlieren, nur mich. Doch ich bin immer hier. Ich bin frei.

„Der Vogel der Glückseligkeit hat ihn davon getragen“. Mich.

Ich schau in den Spiegel und zwei Augen strahlen mich an. Früher habe
ich diese Augen mal bei jemandem gesehen und war neidisch und jetzt sind
es meine.

Ich musste erst einmal sterben, bevor ich leben konnte.

Es gibt keine Idioten und keine Bösen. Sie haben sich nur verlaufen.

Ereignisse kann man nicht verhindern. Sie sind nicht schlimm. Nur die
Bewertung ist schmerzlich.

Gott ist hier drinnen. Die Religion/Glaube verfälscht es. Erst der
Abstand bringt mich aus dem Jetzt.

Ich war immer so zurückgezogen. Nun freue ich mich Menschen zu
treffen. Ich freue mich sogar auf meine Chefin nach meinem Urlaub. Und
wenn ich mich erinnere, was sie zu mir sagt, was mich immer so wütend
gemacht hat: „Ist das immer noch nicht fertig?“, fühle ich jetzt
schon Freude, wenn sie das wieder sagen würde. Es ist ein wunderbares
Gefühl, sich nicht zu verteidigen/ rechtfertigen. Rechtfertigen muss
ich mich nur vor mir selbst (inneres Gericht). Und nur hier habe ich die
Wahl, entweder mir weh zu tun oder mir zu verzeihen und damit auch ihr.

In dieser Freude sehe ich den ganzen Müll, der um mich herum in meinem
Zimmer liegt. Es ist der Müll meines Lebens, der zu meinen Füßen
liegt. Und es macht nichts. Und ich lache. Es ist nur Freude. Ich weiß,
wann ich aufzuräumen habe.

Weil ich mich so wohl fühle, mich freue und es so leicht ist, sich zu
bewegen, mache ich jetzt eine Nachtwanderung. Früher bin ich nur
spazieren gegangen, um Stress abzubauen.

Der Gedanke ich muss erst mein Zimmer aufräumen, würde mich genau in
diesen Stress bringen.

Wenn ich weiß, es muss getan werden, kann ich in Frieden aufräumen.
Hier ist die richtige Wahl getroffen. Ich ruhe in Frieden.

6. JANUAR 2022

Ich bin nicht müde.

Habe keinen Hunger mehr.

Die Zigarette schmeckt nicht mehr.

Es spielt keine Rolle, wenn ich krank bin oder sterbe. Niemand wird
zurückgelassen.

Jeder ist mein Lehrer, der mich an meinen Schmerz erinnert.

Ich dachte: Ich habe einen Körper. Doch das „Ich“ ist
Bewusstsein. Ich bin Bewusstsein. Bewusstsein kann erst durch diesen
Körper in der Welt sein.

Zeit spielt keine Rolle.

Gedanken erscheinen im Bewusstsein. Weil das erkannt ist, tun sie mir
nichts mehr.

Ich bin das, was schon immer da war. Ich bin das, was ich gesucht habe.

Schöpferische Zerstörung – Der Genius malignus

Der Ich-Verstand ist die erste und eine Generation der unbewussten Abspaltung vom absolut existierenden Geist. Er enthält SEINE Spalt-Produkte in körperlicher Erscheinung. Es ist der Ur-Sprung der Zeitlosigkeit, der Sprung in die Zeit. Im Ich-Verstand erscheint die durch Trennungs-Angst gekrümmte menschliche Generation. Durch die unerkannte Schwerkraft der Angst zerstört und erneuert sich der Mensch, die Erde und das Universum als Einheit stets von selbst. Das ist, weil Zellen und Teilchen in diesem EINEN Moment der Vergänglichkeit unterworfen sind. Die Erneuerung basiert spontan auf der Zerstörung des Alten. In der Wissenschaft ist dies die Erkenntnis, dass nichts feststeht. Diese Tatsache führt auch zu dem unverständlichen Wissen, dass Materie nicht aus Materie besteht. Der Verstand kann das Körperliche nicht als Erscheinung erkennen, weil er die Trennung verkörpert. Körper und Erde sind ein stark gebündeltes System der schwerwiegenden Haft am Ich-Gedanken. Die Einheit von Zerstörung und Erneuerung ist das Wesen SEINER absoluten Lebendigkeit. Durch die Schwerkraft spiegelt sie sich als unaufhaltsame raum-zeitliche Bewegung in den instabilen Verstand.

Die von selbst geschehene Erneuerung festgefahrener Denkstrukturen erscheint durch den Ursprung der Zeit als das sterbliche menschliche Wesen und seine neue Geburt. Der spontane Wechsel von Geburt und Tod spiegelt sich im Klimawandel auf der Erde, was für die Erneuerung der Vegetation sorgt. Er erscheint als Wachstum und Entwicklung, als generative Population von Generationslinien und als die ewige Bewegung des Universums. Er erscheint in der Wirtschaft durch Konjunktur und Inflation. Alles ist Spiegel ewiger Selbst-Erneuerung des Lebens.

Die durch die angenommene Trennung genetisch bedingte Erscheinung von Krankheitserregern wie Viren oder Krankheiten, die zum Tod führen, sind Strategien des Geistes, das zu zerstören, was nicht körperlich existiert. Wo auch immer wir hinschauen, der wirksame Genius malignus sorgt als die unbewusste Umkehr für Selbst-Erneuerung. Was den einzelnen Menschen persönlich betrifft, ist in Wirklichkeit nicht persönlich. Seine Todes-Angst ist ein dringliches Signal hin zum geistigen Erwachen. Statt die Energie für körperliche Selbst-Erhaltung im Kampf gegen Krankheiten zu vergeuden, ist die Bereitschaft zur Hingabe an den Tod das wahre Heilungsmittel. Es ist die Rettung in die Unsterblichkeit des Bewusstseins.

Zeit-Verschiebung – Die Uhrzeit – Die Geschichte des Verstandes

Durch Achtsamkeit ist es möglich, die Schöpfung zu erkennen. In jedem Menschen gibt es das GewahrSein der spontanen Rückkopplung äußerer Ereignisse. Diese geheimnisvolle Synchronizität des Lebens unterliegt durch spontane, unterschiedliche Interpretationen von Ereignissen einer Zeit-Verschiebung. Das Unwissen, dass es sich bei den Ereignissen um fort-laufende Interpretationen handelt, bringt die Erscheinung der Zeit hervor. Hier bin ich als körperlicher Mensch scheinbar von der Ewigkeit des lichten Momentes getrennt.

Interpretationen, die nicht als solche erkannt sind, sind Glaubenssätze. Sie erschaffen eine jeweils persönliche Körper-Identität. Wo Körper sind, gibt es Raum, Zeit, Bewegung und Entwicklung. Ich bin aus der ewigen Zeit in die ablaufende, irdische Zeit gefallen. Das ist, wie es sein soll. Dahinter verbirgt sich das Schöpfungs-Prinzip des absoluten Geistes, der sich im Irdischen wiederholt. Immer und immer wieder.

Die Abtrennung der universellen Spiegelung des Geistes durch die spontane Annahme des Körpers ist der Anfang der Uhrzeit. In diesem unbewussten Moment der Ewigkeit erscheinen alle Geschichten als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Verstand. Auf eine geheimnisvolle Weise sind sie miteinander verwoben. Es ist der Beginn einer wunderbaren Vorstellung. Der Vorhang des Theaters öffnet sich. Statisten, die nicht wissen, wer sie sind, spielen eine Rolle, in der sie dramatisch von Liebe und Hass, von Geburt und Tod, von einem Anfang und einem Ende sprechen, schreien, singen und tanzen. Ihr körperliches Wesen drückt sich in unendlichen Paarungs- und Fortpflanzungs-Geschichten, in Schutz suchenden Kollektivierungen durch Revier-Kämpfe und Schlachten, bis in den Tod aus. Wir nennen es die Wirklichkeit oder das Leben.

Die Zeit läuft ab – Ist das wahr? Der Film des Lebens

Ist die Spiegelung als das Spontanitäts-Gesetz des Lebens in mir ignoriert, ist das hier und jetzt der Ursprung des fortlaufenden Denkens, das sich in der sich bewegenden Welt widerspiegelt. Das lebendige, vollkommene Wesen des raum- und zeitlosen Geistes spiegelt sich als die sich bewegenden Lebewesen und als die Bewegung der Materie.

Die urteilende Menschheit lebt in einem jeweils persönlichen Gedanken-Film, der als solcher nicht erkannt ist. Durch die angenommene Körper-Ich-Identität liegt jedem Verhalten Todesangst zu Grunde, auch wenn das nicht immer gleich offensichtlich ist. Fehlt diesem Schreckens-Film die Belichtung, verkörpert der Mensch im Wechsel alle Arten von Schau-Spielern. Der in die Tiefe der menschlichen Existenz versunkene vollkommene, intelligente Geist produziert als der Ich-Verstand alle Märchen, Mythen und Geschichten dieser Welt. Weil ihnen die Todes-Angst zu Grunde liegt, sind es Horror-Geschichten. Sie enthalten gleichermaßen die tiefe Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und Frieden.

Angst produziert aggressive, kapitalistische Denkweisen. Es ist der Kriminal-Film des körperlichen Lebens. Die Dramaturgie umfasst alle emotionalen Reaktionen von Besitzanspruch, Habgier, Eifersucht, Neid, Diebstahl, Ausgrenzung bis hin zu Mord und Totschlag. Es ist der Spiegel tierischer Verhaltensweisen des „Fressens und Gefressenwerdens“. Filme, in denen die Liebe und die Schönheit des Lebens im Vordergrund stehen, sprechen von der Sehnsucht nach EinsSein (Vereinigung), nach Freiheit und Frieden. Auch spirituelle Geschichten gehören zum Repertoire des Verstandes, wie z.B. die Suche nach Unsterblichkeit („Der heilige Gral“). In den wissenschaftlichen und philosophischen Geschichten spiegelt sich die rationale Suche nach Vereinigung (z.B. einer einheitlichen Weltformel) oder nach vielfältigen Erklärungen des Lebens wider. Alle Geschichten dieser Welt träumen von einem besseren Leben. Diese Geschichten wiederholen sich, es gibt keine neuen Geschichten. Sie sind alle recycled.

Die Erdgeschichte als die Widerspiegelung der Menschheitsgeschichte

Sowohl die Evolutions-Theorie, als auch archäologische Geschichten sprechen von einer Vergangenheit, die jetzt im Verstand erscheint. Sowohl Erd-Formationen, Erd-Schichten, die darin vorkommenden Fossilien und andere mineralische Vorkommen, als auch die sich stets verändernden biologischen Formen, die in wechselnder Vielfalt auf der Erde erscheinen, sind Bestandteil fortlaufender Interpretationen, die als solche nicht erkannt sind. Es sind Konglomerate gedanklicher Verbindungen. Durch den wirkenden Rückzug des Geistes zu sich selbst sind sie in unterschiedlicher Kollektivierung miteinander verbunden. Mit dem Verstand kann der Mensch ihren Ursprung nicht erkennen, weil dieser der Ursprung selbst ist.

In der ersten Instanz der spontanen Trennung des körperlich denkenden Menschen vom nicht-körperlichen Geist ist der Mensch durch den Sog der Umkehr an die Erde gebunden. Es scheint eine Trennung des Ursprungs von Mensch, Erde und Universum zu geben. Weil der Mensch seinen Ursprung nicht kennt, glaubt er an eine Vergangenheit.

Jetzt – Zeitlosigkeit – Die Ur-Zeit – und der Schöpfungsstrahl

Kannst du, lieber Leser, wirklich wissen, dass es einen Moment gibt, vor diesem Moment? In der Tiefe dieser Besinnung wird klar, Gedanken kommen und gehen. Sie passieren. Dieses GewahrSein ist das Ewigkeits-Bewusstsein. ES IST immer hier. Hier ist der Verstand licht, denn kein einziger Gedanke ist wahr. Gleichzeitig ist der Körper licht. In diesem Licht-Bewusstsein offenbaren sich herankommende Gedanken als freudvolle Effekte des Geistes. Sie halten MICH als dasselbe geistige Wesen wach. In diesem heiligen Moment offenbart sich die Vergangenheit als das Wunder, das die Welt ist. Als eine spontane Reflexion der Haft an ursprünglichen Interpretationen ist sie eine schöne Illusion. Sie erneuert sich selbst von Moment zu Moment. Die sich entwickelnden organischen und anorganischen Wesen sind eine Reflexion des körperlich denkenden Ich-Verstandes. Sie kommen und gehen. Sie entstehen und vergehen. Der vom ewigen Geist abgespaltene Ich-Verstand ist Ursache und Wirkung zugleich. Er besteht aus Schwingungen, die in jedem Menschen eine Entsprechung haben. Das geistige Prinzip von Projektion (Interpretation) und Umkehr (geistiges Erwachen) ist der perfekte Spiegel der Bewegung des ewig geistigen Lebens.

Durch die angenommene Körperlichkeit bewegt sich der Mensch auf dem Schöpfungsstrahl. Es ist die Schein-Bewegung in den körperlichen Spiegel und zurück. Diese Realisierung erzeugt im jeweiligen Menschen eine Berührung als schwingendes=liebendes Gewahrsein. Hier und jetzt ist klar, die Welt hat keinen Anfang in der Vergangenheit und die Menschheit hat keine Zukunft. Mensch, Erde und Universum erscheinen hier und jetzt im Verstand. Im liebenden GewahrSein ist alles EINS. Nichts ist dazwischen. Ist der Ich-Gedanke als die Trennungs-Linie zwischen innen und außen als Illusion durchschaut, spiegelt sich all das in MIR. Als das bewusste Wesen BIN ICH der strahlende Moment. Im GewahrSein der Unsterblichkeit ist das die Erfahrung der Zeitlosigkeit.

COVID-19 und der Weg aus der Angst

Ich kenne nur einen Weg aus der Angst und das ist der weglose Weg durch die Angst hindurch. Erwachen in der Wirklichkeit. Jetzt. Warum an der körperlichen Gesundheit und/oder an der Verlängerung des körperlichen Lebens interessiert sein, wenn du doch in Wahrheit unsterblich bist? Ist es wirklich unsere Aufgabe möglichst lange und körperlich gesund zu sein? Was für ein Horror! Denn Altern und Tod sind allgegenwärtig. Es ist ein guter Tag sich damit zu versöhnen.

Wozu sind wir hier?
Die Unvorhersehbarkeit des Lebens anzunehmen, ist wahre Lebenskunst. Dazu gehört der Respekt vor dem Alter und vor dem Tod. Es ist gut, dass die Corona-Krise uns zwingt die Außen-Aktivitäten einzustellen. Hier gibt es Raum und Zeit das Leben in seiner reinen Essenz zu erleben. Es ist sogar möglich im Gefängnis frei zu sein. Das ist einfach, wenn wir wissen, was Freiheit wirklich ist.

Ich bin dreimal gestorben und zurückgekehrt. So kann ich sagen, das Ewigkeits-Bewusstsein existiert innerhalb und außerhalb des Körpers. Das zu sehen und ES zu sein, ist die Erfahrung der Liebe im Jetzt, die weit über das Persönliche hinausgeht. Dieses Gewahrsein transzendiert die Angst. Jetzt.

Es ist die irrtümlicherweise angenommene Körper-Identität, die das Bewusstsein der Unsterblichkeit verdeckt. In der materialistisch orientierten Denk-Welt wird niemand die Angst los. Unmöglich. Die Angst dort sein zu lassen, wo sie ist, und sich auf das Wesentliche zu fokussieren, ist die Ausrichtung auf das Herz. Hier kommt der Einzelne mit dem Außergewöhnlichen in Kontakt. Es ist das dem Verstand nicht zugängliche Bewusstsein der Unsterblichkeit. Die einfache Verfahrensweise sich auf das Wesentliche zu fokussieren, ist die Anerkennung der Spiegelung. Alles ist eins. Die Vorstellung getrennt zu sein, ist das einzige Leiden. Sein Name ist Angst.

Auf den Punkt gebracht: Die Umkehr – Phönix aus der Asche

Die Vorstellung Ich, der Körper, ist der Fall aus der Einheit in die Trennung. Jeder Ich-Gedanke ist hier und jetzt ein Glaubenssatz, der oft nicht als solcher erkannt ist. Er enthält den Ur-Schmerz des Glaubens ein getrenntes und damit sexuelles Wesen zu sein. Die angenommene (körperliche) Trennung ist der Sündenfall in Schuld und Scham. Weil hier und jetzt die Liebe des Einsseins ausgeblendet ist, zieht diese Verblendung spontan den Glauben nach sich, wertlos oder falsch zu sein. Der vermeintliche Liebesmangel entwertet die Liebe, die ich in Wahrheit bin. Die unbewusste Entwertung produziert spontan weitere schmerzliche Gedanken wie: Ich sollte nicht hier sein, ich bin eine Störung, ich bin ein Versager, nutzlos, das Leben ist sinnlos oder gar ich habe den Tod verdient usw.. Wir halten das, was wir denken wirklich für die Wahrheit!

Ohne den Glaubenssatz als solchen zu erkennen und ohne das Wissen, dass und wie er überprüft werden kann, ist das die Hölle der Angst auf Erden. Angst ist global. Sie besteht unentwegt aus Scham, Schuld und Schuldzuweisung, Verurteilung und Hass auf sich selbst und auf andere. Der höllische Schmerz des Glaubens getrennt zu sein, sitzt an der Wurzel des körperlichen Menschen. Er ist bei jedem Menschen gleich groß. Dass die Hölle der Schuld, der Scham und des Hasses nicht immer voll bewusst ist, liegt daran, dass spontan unterschiedliche Kompensationsmechanismen einsetzen. Das sind nicht nur Drogen. Es ist vor allem die Suche nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung, nach Sicherheit und Geborgenheit, nach Ablenkung, Unterhaltung und anderen schönen Gefühlen und auch die zwanghafte Sucht nach körperlicher Gesundheit, was die Mediziner und die Pharmaindustrie reich macht. Ohne das Wissen um die Umkehr versucht der Verstand automatisch den Schmerz zu kompensieren. So fühlt sich der Mensch mindestens in diesem Moment wohler. Doch die Sucht/Suche bleibt aktiv.

Wird die Perspektive der Umkehrung von angst-besetzten Glaubenssätzen eingeblendet, kann die Liebe im Menschen erwachen. Der Weg aus der Angst geht durch die Angst hindurch in die Freiheit. Es ist der weglose Weg in den Himmel auf Erden. Es ist hier und jetzt für jeden möglich wie „Phönix aus der Asche“ aufzusteigen. Du bekommst ein neues Leben. Es ist voller Liebe.

Mayakarina

Erwachen aus dem Kreislauf des Leidens

Wenn die Geschichte, die die Welt erzählt,
mit Mir selbst zusammenfällt,
das erweitert Meine subjektive Sicht,
ICH BIN (bewusst).

Ohne DAS (erwachte Bewusstsein) bewegt sich der Ich-denke-Mensch im Kreislauf seiner nicht überprüften Kinder-Gedanken. Unbewusst mit dem Körper identifiziert, ist er durch den Trieb, den Körper auf die bestmögliche Weise zu erhalten, im Kreislauf der Körperfixierung schmerzlich gefangen. Er ist getrennt von der Wahrheit in SICH SELBST und von den anderen. Der Glaube getrennt zu sein, das ist die an der Wurzel des körperlichen Menschen sitzende Ur-Angst. Tiere sind auf das Überleben konditioniert und ohne seine angsterfüllten Überlebens-Gedanken zu überprüfen, lebt der Mensch auf derselben (niederen) Tierstufe. Sein wahres (höheres) Wesen schläft in seiner Denk- und Verhaltens-Automatik. In diesem unbewussten Fall ist das der Kreislauf des Leidens, in dem die Überlebens-Angst die Triebkraft ist.

Wird Angst als Wecksignal hin zur Aufrichtigkeit anerkannt, ändert sich für denjenigen alles. Es ist der heilsame Pfad in die Er-Lösung vom tierischen Dasein und damit vom Leiden. Es ist die Aufrichtung zum wahren Menschen. Indem sich die durch Angstgedanken eingeschränkte Sicht öffnet, erwacht die Intelligenz des Friedens. Hier und jetzt offenbart sich die Essenz seiner leidvollen Geschichte, die aus dem Wechsel von Frieden und Krieg besteht, als licht. Durch Bewusstsein selbst offenbart sich die auf das beste Überleben ausgerichtete tierische Jagd als Illusion und damit die Illusion einer Evolution. Es ist die Umkehr vom Haben zum Sein. Das nach Liebe und Zuwendung schreiende unerlöste innere Kind erwacht. Das ist gleichermaßen die Initiation hin zum Erwachsenen. Nur Kinder sind bedürftig nach Liebe Anerkennung und Wertschätzung. Der Erwachsene liebt selbst. In jedem selbst offenbart sich diese EINE Wahrheit, die Liebe oder Gott ist.

Polarität – Dualität – Nichtdualität

 Eine außergewöhnliche Er-Klärung aus dem selbst realisierten nicht-dualen Bewusstsein

Die Welt – Spiegel unseres Denkens

Die Polarität des körperlichen Lebens

Als das eine Ur-Teil ist der Mensch körperlich identifiziert und daher von seiner (geistigen) NATUR getrennt. Durch die daran gekoppelte Trennungs-Angst ist er spannungsgeladen, polarisiert. In diesem Zustand ist er mit weiteren, von außen aufgegriffenen, Urteilen identifiziert. Sein Verstand spaltet und polarisiert automatisch weiter. In der ersten und einen Generation der Trennung ist er unbewusst in die Spalte der Dunkelheit seines wahren geistigen Seins gefallen. Es ist der Fall des EINEN Geistes SEINEN körperlichen Spiegel, wo DAS ewige LICHT gedanklich ausgeblendet ist. Es ist unbewusst, doch nicht verloren. Hier und jetzt erscheint der eine Mensch in der Dunkelheit seines Körper-seins vor dem Hintergrund des Wechsels von physischem Licht und Dunkelheit polarisiert als Mann und Frau und mit ihm die ganze polarisierte und weiter polarisierende Menschheit. Es erscheint die polarisierte Erde und das Weltall. Es ist die Geburt der polarisierten Überzeugungen, die sich sowohl in bzw. als Politik, Wissenschaft, Religion, Medizin, in Philosophie, Spiritualität und Esoterik widerspiegeln als auch in der materiellen Teilchen-Welt, die in positiv und negativ geladene Teilchen und in Neutronen bis hin zu den hypothetischen Neutralinos aufgespalten ist. Jeder Gedanke, jedes Teilchen besitzt ein Gegenteil. Ihr Urgrund ist das neutrale, absolute geistige LICHT.

Im Spiegelkabinett, das die Welt ist, ist der Mensch jeweils das Eine und die außerhalb von ihm erscheinende Welt in ihrer Vielfältigkeit das Zweite. Als ängstlicher körperlicher Mensch trennt er hier automatisch zwischen Leben und Tod, Verstand und Körper, zwischen Gesundheit und Krankheit, Krieg und Frieden, Freiheit und Sicherheit. Er trennt zwischen organischem Leben und anorganischer Materie. Er trennt zwischen Himmel und Erde, oben und unten, Nord und Süd, links und rechts, Ost und West usw.. Alle Pole bedingen sich gegenseitig. Das eine existiert nicht ohne das andere. Die absolute Gleichwertigkeit der Pole bedeutet, dass sich die Welt im Gleichgewicht befindet. Als der Spiegel SEINER vollkommenen Lebendigkeit ist sie unzerstörbar. Das körperliche Leben im Spiegel ist unendlich. Es bewegt sich im Kreislauf in Raum und Zeit.

Ist die Gleichwertigkeit der Gegensätze nicht anerkannt, und das ist durch die Angst vor dem Tod nicht leicht, hat der Mensch sein Gleichgewicht verloren. Er agiert in einer schmerzlichen Dualität. Weil er auf das körperliche Überleben ausgerichtet ist, liegt er schief im Denken und muss leiden. Sein Verstand ur-teilt im Sinne des eigenen Überlebens. Er trennt zwischen dem, was ihm nützt oder schadet, was für ihn selbst gut oder schlecht, richtig oder falsch, positiv oder negativ ist. Er trennt zwischen intelligent und dumm, Erfolg und Versagen, plus und minus, mehr und weniger, leicht und schwer, Schuld und Unschuld, zwischen Opfer und Täter usw.. Die sich wiederholenden Urteile erscheinen vor dem Hintergrund der Gleichwertigkeit von allem. Ohne ihre Umkehrungen zu beachten, befeuern sie fortgesetzt die schmerzliche Dualität des körperlichen Lebens. Diese Schwingung im Spiegelkabinett ist atonal, schräg. Ohne die Integration der Umkehrungen im Bewusstsein gibt es für den einzelnen Menschen keinen dauerhaften Frieden.

So wie es in der Materie positiv und negativ geladene Teilchen gibt, hat jedes konkrete Urteil eine Umkehrung. Der EINE Geist des Friedens existiert zwischen den Gegensätzen. Die Gegensätze im Bewusstsein zu integrieren, ist schmerzlösend. Das ist die Rückführung des urteilenden Menschen in die Nichtdualität, die EINHEIT. Die wirksame Kraft des Einsseins offenbart sich als ein mysteriöser, beständiger innerer Frieden.

Krieg im Spiegelkabinett, das die Welt ist

Die fortgesetzte Bewertung der Polarisierung erschafft einen spannungs-geladenen Körper, der durch die schmerzliche Wirkung der Trennungs-Angst einem Selbst-Zerstörungsprozess bis zum Tod unterworfen ist. Was nicht wirklich, sondern nur gedanklich existiert, SOLL wieder zerstört werden. Die Selbst-Zerstörung ist nicht zu stoppen. Ihre Bilder erscheinen in bzw. als die äußere Welt, so dass wir uns darin erkennen können. Statt die Projektion und die Umkehr anzuerkennen und in der geistigen Klarheit zu erwachen und dadurch den heilsamen Frieden zu finden, führen wir jedoch Krieg gegen die unerkannten schmerzlichen Projektionen. Für Frieden ziehen wir in den Krieg. Das ist Krieg ohne Ende. Frieden und Freiheit sind Illusionen in der Welt.

Der Mensch sucht außerhalb von sich selbst nach Ursachen der Zerstörung. Er sucht nach dem Ursprung von allem. Mit dem Verstand kann er die Wahrheit jedoch nicht finden, weil dieser selbst die Ursache von allem ist. Doch das wird erst durch Erwachen im Bewusstsein selbst klar. Durch den Prozess der Anerkennung der Gleichwertigkeit (Spiegelung) findet der Mensch ihn in SICH SELBST. In diesem Zustand der Klarheit offenbart er sich als ein lichtes Wesen (=kein Körper). Wie DAS im Einzelfall aussieht, kann niemand wissen bevor er nicht bewusst EINS ist.

Ohne die Offenbarung seines lichten Wesens ist der körperliche Mensch ein freies Radikal, das gewaltig nach Vereinigung strebt und gegen andere prallt. Durch die subjektiv verdrehte Sicht erkennt er nicht den absoluten EINEN Geist der Vollkommenheit, der all das bewirkt. Er weiß nicht, dass die stets polarisierte Welt durch seinen Verstand selbst in positive (mag ich) und negative (mag ich nicht) Teilchen gedanklich aufgespalten ist. Er erkennt nicht den Ur-Sprung der Welt in sich.

Das mysteriöse Nichts

Die Anerkennung der Spiegelung überwindet die Trennung. Der Ur-SPRUNG wird bewusst. Hier ist klar, jeder einzelne ur-teilende Gedanke und sein Gegenteil ist richtig, weil sie alle eine Reflexion des GANZEN sind. Jeder Gedanke ist eine spontane Reflexion oder Spiegel des Lebens. Er ist gleichermaßen Ursprung, Nahrung und Beweis der Allgegenwärtigkeit des ewigen Geistes. Durch die Anerkennung der grundsätzlichen Richtigkeit werden schmerzliche Einzel-Urteile im Menschen außer Kraft gesetzt. Was sich schmerzlich hervorhebt, kehrt zur Nichtigkeit zurück. Der Mensch, der glaubt, was er denkt, hat die Umkehrungen ignoriert, die ebenso wahr sind. Wird die schmerzliche Ladung als Hinweis zur Erinnerung der Richtigkeit anerkannt, findet Entspannung statt. Der Mensch ist vom schmerzbesetzten Ur-Teil „Ich“ geheilt. Hier lichtet sich der (kosmische) Nebel des alles verdrehenden Verstandes.

Im Wahrheits-Bewusstsein offenbart die Wirklichkeit ihren strahlenden Glanz durch vollkommene Richtigkeit. Gutsein. Göttliche Perfektion. In den Augen. In den Ohren. Im Geschmack. Im Geruch. Alles ist Berührung. Rührung. Bewegtsein. Scheinbar äußere Ereignisse sind Reflexionen innerer Lebendigkeit. EINS. DAS ist nichts, was der denkende Verstand erfassen kann. ES ist das Ergebnis der strahlenden Intelligenz des (nichtdualen) Bewusstseins, das alle Gedanken als Effekte SEINER Lebendigkeit enthält. Hier BIN ICH die MUTTER, die all ihre Kinder liebt oder in der christlichen Terminologie der „Sohn Gottes“. ICH BIN als bewusster Mensch in Kontakt mit dem göttlichen Gen. EINS.

Die Anerkennung der absoluten Richtigkeit der Schöpfung ist gleichermaßen die Erkenntnis der Großartigkeit der körperlichen Nichtigkeit. Das Wunder der Schöpfung ist diese Offenbarung. Das ist die Offenbarung, dass der Trennungs-Gedanke „Ich“ eine Illusion ist. Für die Verwirklichung des Einklanges mit der Schöpfung ist keine Religion notwendig, kein Doktortitel. Es ist kein Glaubens- oder Lernprozess. Die Offenbarung des NICHTS geschieht von selbst durch den Willen zur Umkehr in die Gleichwertigkeit.

Der Umkehrkurs

Die Heilungs-Maschinerie

Wird der an der Wurzel des Menschen sitzende Schmerz des Trennungs-Gedankens „Ich“ nicht als Wecker anerkannt, ist derjenige im Teufelskreis des Leidens gefangen. Schmerz ist chronisch. Ungeprüfte Bewertungen wie zum Beispiel schlecht, falsch, böse oder Sätze wie „Mit Mir stimmt etwas nicht, etwas schreckliches kann passieren.“ usw.. können sich im Körper schmerzlich manifestieren und Krankheitsbilder erzeugen. Die Unwissenheit, dass und wie jeder schmerzliche Gedanke selbst untersucht werden kann, setzt eine Heilungs-Maschinerie in Gang. Heilungs-Konzepte wachsen auf dem Boden dieser Unwissenheit. Wir nennen es unter anderem Medizin, Therapie, gesunde Ernährung, Natur-Heilkunde, Geistheilung, positives Denken, Krankheit als Weg, Meditation, Reiki, Shiatsu, Yoga, Tantra usw.. Unbewusste Menschen wollen unbewusste Menschen heilen, ihnen helfen. Das ist gut. Eine Methode kann durchaus momentan körperliche Heilung bewirken. Doch sie ersetzt nicht das gleichbleibende Wohlgefühl als die Freude des Klarheits-Bewusstseins. Sehr oft findet nach einer körperlichen Beruhigung eine Verlagerung statt. Ein neues Krankheitsbild wartet schon darauf, unser schönes Leben erneut zu ruinieren.

  Der Umkehrkurs

Das Geheimnis von The Work of Byron Katie

Viele Wege führen nach Rom – Ist das wahr?

Die verzweifelte Suche

Die Überprüfung von Angstgedanken, die unser glückliches Leben oft ruinieren, Krankheit oder psychisches Leiden erzeugen können, durch 4 einfache Fragen, ist in der Welt als „The Work of Byron Katie“ bekannt. Dies ist keine Methode, kein Weg, um irgendetwas zu erreichen, wie zum Beispiel Heilung, Selbsterkenntnis, Erfolg, Erleuchtung, Liebe, Freiheit, Harmonie, Frieden, usw.. Der Glaube etwas tun zu können, um… gehört zum normalen weltlichen Denken, das auf der Vorstellung beruht, dass etwas mit sich selbst, den Anderen und/oder der Welt nicht in Ordnung, falsch, schlecht, furchtbar oder schrecklich ist, und dass wir etwas tun können, um uns selbst, den Körper, das Leben oder andere Menschen zum Besseren hin zu verändern. Diese auf die Zukunft gerichteten Gedanken, machen den jeweiligen Menschen un-entwegt zum Sucher. Das ist zunächst richtig, weil es so ist. In diesem Hereinfall auf die Suche ignorieren wir jedoch unbewusst, dass das, was hier und jetzt ist, richtig, gut und wertvoll ist. In diesem Fall der unbewussten Ignoranz wandern unsere schmerzlichen Angst-Gedanken auf all unseren Wegen chrono-logisch durch Raum und Zeit mit. Wir wandern durch Heilungs-Angebote, suchen unser Heil innerhalb von Paar-, Familien-, Gruppenbildung und/oder im Erfolg. Die Ursache unseres Schmerzes, der sich als Hysterie, Panik, Wut, Angst, Traurigkeit bis hin zur Depression äußern kann, suchen wir in der Kindheit, bei Eltern, Lehrern und anderen Ereignissen. Der Wunsch nach Versöhnung, Heilung und Frieden treibt uns an. Hier ist übersehen, dass all das in uns bereits existiert. Als Wissenschaftler wandern wir gedanklich durch den Mikro- und Makro-Kosmos und suchen weit weg von uns selbst den Ursprung von allem. Ohne die Überprüfung unserer ursprünglich eingeprägten Angst-Gedanken sind wir blind in Bezug auf die Wahrheit unseres wundervollen Seins.

Die Untersuchung

Wer bei seiner Suche bei der Gedankenüberprüfung ankommt, ist hier und jetzt angekommen. In dieser einfachen Verfahrensweise begegnen wir dem Ausgangs- und dem Endpunkt der Suche zugleich. Die schmerzlichen Gedanken sind ein Stopp-Signal für alle Wege und gleichermaßen ein dringlicher Hinweis (Wecker) diese zu überprüfen, um selbst zu sehen, was wahr ist und was nicht. In diesem Fall erwacht das Wahrheits-Bewusstsein im jeweiligen Menschen. Anstelle der äußeren Suche sich aus Liebe zur Wahrheit für die Untersuchung des Verstandes zu entscheiden, ist der entscheidende Schritt, der die Erlösung vom Leiden bewirkt. Versöhnung, Liebe, Heilsein sind Offenbarungen des Wahrheits-Bewusstseins. Man kann sie nicht erreichen.

Die Suche verhindert das intelligente Sehen

Im Prozess der Selbst-Befragung, was „The Work“ ist, geschieht schon die erste Überraschung: Die so hoffnungsvoll auf die Zukunft gerichteten Gedanken sind nachgeplappert, von anderen ungeprüft übernommen und das von Generation zu Generation. Werden nun diese mit Angst-Energie geladenen Gedanken in nur 6 Sätzen formuliert und in einen Fragebogen eingetragen, ist das wie Gedankenanhalten. Nun können diese hier und jetzt überprüft werden. Das ist intelligentes Sehen statt denken und suchen. Nichtstun. Kein Weg mehr, um etwas zu erreichen. In dem hier und jetzt erwachenden Wahrheits-Bewusstsein löst sich jede Leidensgeschichte auf. Wer jedoch weiter auf ein bestimmtes Ergebnis hofft, oder weil er nicht bereit ist seine im bzw. als Verstand eingeprägten kindlichen Wahrheiten loszulassen, wird früher oder später damit aufhören, weil er nicht bekommt, was er sich wünscht. Er wird sich anderen Wegen zuwenden. Er wendet sich ab. Wir wenden uns immer ab, wenn unsere Vorstellung nicht erfüllt ist. Dies ist der Kreislauf der unbewussten gedanklichen Wege-der Lauf des Leidens. Weil der Mensch allen möglichen Versuchungen unterliegt, um sich besser zu fühlen, weil es angeblich hier und jetzt schrecklich ist, wachsen auf diesem Missverständnis unzählige viel-versprechende Wege, die auf Liebe, Heilung oder auf Glücklichsein ausgerichtet sind.

Unglaublich, aber wahr

In der Ausrichtung nach innen finden wir jedoch nicht nur die Ursache von Schmerz, was im selben Moment seine Auflösung bedeutet. (Es sei denn, derjenige will an seiner Kinder-Geschichte festhalten, die er für die Wahrheit hält). Hier offenbart sich auch der Ursprung der Menschheit mit all ihren Errungenschaften und ihrem Zerstörungswahn. Hier finden wir den Ursprung der Erde, des Sonnen-Systems, ja des gesamten Universums. Doch das wird erst durch das Erwachen im Bewusstsein selbst klar.

Nur der Wille, in Wahrheit zu sein, heilt

Der Prozess der Überprüfung unserer Angst-Gedanken lässt sich also nicht in die Reihe der Möglichkeiten und Versuchungen, um etwas zu erreichen, einordnen. Während Gesundheits-, Heilungs- oder spirituelle Konzepte die menschliche Ego-Struktur, das „Ich will“, „Ich brauche“ bedienen, also der menschlichen Bedürftigkeit Rechnung tragen und mit Hoffnungen locken, begegnen wir in der Gedanken-Untersuchung also einem ganz anderen Willen. Es ist der Wille in Wahrheit zu sein. Dieser Wille ist heilsam. Es ist Gnade, weil durch diesen Willen Befreiung vom Leiden von selbst geschieht. Das ist die Entlassung aus dem Gefängnis (der Angst). Die Tür zur Freiheit öffnet sich. Bleibt Heilung jedoch eine Zielstellung, wird wahre Heilung nicht geschehen. Was Ich haben will, wird sich entfernen. In der Bereitschaft von Wünschen und Hoffnungen loszulassen, sich der Hölle des Schmerzes hinzugeben, passiert das irrationale Heils-Ereignis. In demjenigen, der sich nicht weg und auf einem Weg bewegt, um etwas zu verändern, löst sich die Hölle auf. Liebendes Gewahrsein erscheint. Heilung, Frieden, Freiheit, Erleuchtung sind Begleit-Geschenke der Hingabe an das, was IST. Doch das ist nicht einmal das Wesentliche. Hier am Ende des Leidens offenbart sich das Mysterium der Schöpfung. Es ist etwas, was dem Verstand nicht zugänglich ist. ES IST ungetrügte Lebensfreude, strahlende Schönheit. SIE ist geistiger Natur.

Die Wahrheit befreit zum Selbst, was Liebe ist

„The Work“ folgt einem meist unbekannten, geheimnisvollen Wissen. Wir haben das normaler-weise weder von unseren Eltern noch von Lehrern, Therapeuten oder anderen Menschen, die wir zur Autorität erklären, vermittelt bekommen: Schmerzliche Emotionen wie Angst (Schuld, Scham), Traurigkeit, Ärger, Wut, Zorn, Depression, Verletztsein usw. sind nicht falsch, schrecklich, negativ, schlecht oder gar böse. Sie sind richtig und müssen deshalb weder verändert, geheilt oder therapiert werden. Sie sind nichts als Wecksignale, dringliche Hinweise den eigenen Verstand zu überprüfen, der sie erzeugt. Schmerz ist ein Indiz, dass wir in einer Lüge leben und die Wahrheit nicht sehen. Lügen tun weh. Die Wahrheit befreit. Diesem heilsamen Pfad in Eigenverantwortung zu folgen, statt nach Heilung zu suchen oder andere abzulehnen, zu heilen, zu therapieren oder ändern wollen, wenn sie diese Gefühle haben oder wenn sie diese in uns auslösen, das ist der erste wesentliche Schritt ins erwachsene Leben. Ich nenne es die Offenbarung des Wunderbaren SELBST, das Liebe ist. Hier und jetzt ist das Tun von Liebe durchdrungen. Wir leben und arbeiten nicht, weil wir bedürftig sind oder weil wir es müssen. Der Mensch ist frei durch Liebe. Er lebt im Einklang mit dem WuWe, der Lebenskunst des Tao.


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Die ultimative Befreiung

Erschienen im Sein-Berlin Juni 2017

Die ultimative Befreiung: Erwachen in der Wirklichkeit

Gefangensein heißt, sich in kollektive und individuelle Glaubenssätze verstrickt zu haben. Glaubenssätze, die wir für die Wahrheit halten. Sich auf den Weg in die Freiheit zu machen, bedeutet, all diese inneren Koordinaten, nach denen wir uns täglich richten, als Lügen zu demaskieren. Es ist der Weg ins Erwachsensein und oft ein einsamer Weg, denn die meisten Menschen wollen gar nicht in der Wahrheit erwachen, sondern noch Kinder bleiben und weiterschlafen. Wie es der Dichter Christian Morgenstern formulierte: Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

Von Karina Gerlach

Der Glaube, dass ich ein Körper und damit eine von anderen und/oder von Gott getrennte Person bin, wird kontinuierlich von Generation zu Generation übertragen. Es ist eine sich ständig fortsetzende Trennung (vom Einssein) durch den nicht selbst überprüften Ur-Glauben „Ich“. So entsteht die „Fortpflanzung“ grundlegender Unwissenheit über die Wahrheit des Lebens von Mensch zu Mensch. Die Anhaftung an diesem ursprünglich eingeprägten Ich-Gedanken erzeugt eine körperliche Bindung, die Körper-Identität, die wiederum die Angst vor dem Tod erzeugt, den wir, weil wir uns für den Körper halten, als Nichtexistenz verstehen. In dieser spannungs-geladenen Körperfixierung ist der Mensch verblendet. Er ist blind in Bezug auf die Wahrheit, die Gott oder All-Bewusstsein ist. Er ist bedürftig, zweifelnd, angst-aggressiv und sieht sich als Opfer.
Die grundsätzliche Angst vor dem Tod spiegelt sich im Grund-Gedanken „Etwas Schlimmes könnte passieren.“ wider. Ohne das Wissen, dass dieser Satz Bestandteil der Ur-Religion „Ich“ und damit eine Lüge (Missverständnis) ist, werden die darauffolgenden Glaubenssätze wie zum Beispiel: „Ich brauche Schutz, Sicherheit, Liebe, Geborgenheit, Es ist möglich, etwas falsch zu machen, Angst wird als Selbstschutz gebraucht, Wut, Zorn, Trauer sind berechtigt, Trennung von geliebten Personen tut weh, Der Körper braucht Essen und Trinken, um am Leben zu bleiben, Wenn der Körper stirbt, BIN ICH nicht mehr hier, oder auch Ich brauche körperliche Berührung, sonst sterbe Ich“ als normal und wahr angenommen. In diesen ungeprüften Sätzen ist der Schmerz der kindlichen Konditionierung und Unwissenheit gebunden. Sie und alle anderen Sätze folgen der Ur-Religion „Ich“, die als solche nicht erkannt wird. Alle Sätze sind Bestandteil des unbewussten (schlafenden) Menschseins und die Ur-Sache für die Anhaftung am Materiellen, am Besitz. In dieser Anhaftung ist der Kinder-Mensch grundsätzlich abhängig, unfrei, bedürftig, traumatisiert. Er lebt im Traum und nicht in der Wirklichkeit. Die Menschheit kann allerdings nicht im Kollektiv erwachen (= erwachsen werden). Für den Weg ins Wahrheits-Bewusstsein ist jeder selbst verantwortlich. Im diesem Wahrheits-Bewusstsein zu leben, ist charakteristisch für den Erwachsenen.

Soziale Befreiung

Der Gedanke: „Etwas Schlimmes könnte passieren (mit meinem Haus, mit meinem Körper, mit anderen und/oder in der Welt).“ wird als wahr angenommen, weil alle schließlich dasselbe denken. Dass „die anderen“ jeweils Spiegel der eigenen ungeprüften Angstgedanken sind, wird ignoriert und übersehen. Entsprechend erscheint der daran gekoppelte Satz: „Ich brauche Sicherheit.“ ebenfalls ganz normal und damit die Suche nach Geselligkeit, Liebe, Geborgenheit, Schutz usw.. Wir sind doch soziale Wesen, sagt der un-erwachte Kinder-Mensch. So ist die Paar-, Familien,- Sippen- und Gruppen-Bildung, der kollektive Zusammenschluss in Friedens-Meditationen, wie auch der militärische Kampf gegen Terroristen ganz normal – sagt der Kinder-Mensch. Was hier fehlt, ist die wahre Bildung, die Ausbildung in der Wahrheit, was ICH wirklich BIN. In dieser Realisierung ist klar ersichtlich: Verschiedene Gruppierungen und Gesellschaften sind Ballungen zusammengehöriger Gedanken. Doch Gedanken kommen und gehen (50 pro Minute) und ohne darauf einen Einfluss zu haben, hängen wir an bestimmten Gedanken dran. Das können morgen schon andere als heute sein. Hier begegnen wir der Ursache der menschlichen Unzuverlässigkeit und auch dem Grund, warum sich Partnerschaften, Kollektive und Gesellschaften verändern und verschieben. Nichts scheint inmitten der Identifikation mit bestimmten Gedankenkonstrukten wirklich stabil und sicher zu sein – und das macht immer wieder neu Angst. Der Mensch, der nicht weiß, wer er wirklich ist und auf jeden Gedankenzug aufspringt, ist stets Opfer der eigenen Unwissenheit, die Angst ist und ihn, um vermeintliche Sicherheit zu erreichen, immer wieder neu mit anderen zusammentreibt. Hier wird vergessen: Nur Lügen erzeugen Angst, und wo Angst ist, weist das auf eine Lüge hin.
Im Wahrheits-Bewusstsein geschieht Befreiung von der Wir-Trance. In Kontakt mit dem Ur-Vertrauen ins Leben, dass das, was ist, immer richtig und gut ist, ist der Mensch frei. Die Falle der auf Schein-Sicherheit ausgerichteten Sozialisierung schnappt nicht mehr zu. Die wirkliche Individuation, der Austritt aus dem „Ich-brauche-Modus“, ist der Anfang der Leichtigkeit des Seins. Hier ist das Leben wahrlich ein göttliches Spiel. Durch Selbst-bewusst-Sein ist der Mensch aus sich selbst heraus glücklich. Weil er nicht den anderen für sein Glück braucht, steht seine Handlung im Dienst des Friedens und der Freiheit anderer.

Sexuelle Befreiung

Aber ist denn beispielsweise Sexualität nicht ein menschliches Bedürfnis? Nein! Unsere Bedürfnisse sind nur gelernt und Spiegel der Anhaftung an Gedanken, also Glaubenssätze. Mutter und Vater haben sich unbewusst selbst als sexuelle Wesen angenommen, weil sie es angesichts der Geschlechter-Trennung nicht anders kennen. Sie sind auf den angstbesetzten Trennungs-Gedanken „Ich“ hereingefallen. Das erzeugt einen spannungsgeladenen Körper, der sich zu anderen spannungsgeladenen Körpern hingezogen fühlt, in Erwartung der erlösenden Entladung. Manchmal nennen wir das „Seelenpartner“ oder gar „Liebe“. Doch wir sind Opfer unserer unbewussten Sexualisierung (= Trennung, Polarisierung), die uns zueinander treibt. Das Verlangen nach Einssein und nach der eigenen Unschuld, die das neue Kind erst einmal spiegelt, ist groß. Hier zeigt sich der unbewusste Trieb als Lust. Das erhält eine sexuelle Welt. Ohne den Kontakt zur inneren Liebe ist das aber auch bei beidseitiger sexueller Einigung eine Vergewaltigung (der inneren Liebe). Im Zustand, in dem die innere Liebe, die Gott ist, ignoriert (abgespalten) ist, sind Kinder von Anfang an sexualisiert und ein Produkt des eigenen durch Angst bedingten Leidens. Die Sexualisierung ist auch der Grund, warum unser „Liebesleben“ oft im Desaster endet. Die daran geknüpften Erwartungen werden nicht erfüllt und das ist enttäuschend.
Kann man dem entkommen? Der Mensch hält normalerweise dem tierischen Trieb der Lust nicht stand. Ist ein Kind nicht gewollt, bleibt der Zwang, die Lust zu befriedigen und der Griff nach Verhütungsmitteln. Für den, der den wesentlichen ersten Schritt in die Wahrheit, die Liebe ist, verpasst oder kein Interesse an diesem Schritt hat, ist Sexualität, mit wem auch immer, nichts als unbewusste pubertäre Selbst-Penetration, ausgerichtet auf lustvolle Befriedigung (Erlösung), weil wir nicht über die Wahrheit solcher Begegnungen aufgeklärt sind. Wir agieren hier ein emotionales Hirngespinst aus, die ungeprüfte, spannungsgeladene Ich-Polarisierung. Was ist zu tun? Die Überprüfung und Erkenntnis der Wahrheit, die hinter dem oben genannten Gedanken „Ich brauche Sexualität“ steht, befähigt den Kinder-Menschen zum Sein, mit dem, was ist. Hier, wo der Wille aufgebracht wird, keine äußere Handlung zur Befreiung zu tun, findet Befreiung von sexuellen Nöten statt. Angekommen im Bewusstsein der inneren Liebe gibt es keine sexuelle Falle mehr, die zuschnappt. Ohne eine emotional-sexuelle Erregung dient ein Geschlechts-Kontakt nicht dem Wahnsinn orgiastischer Befriedigung. Was bleibt zwischen Mann und Frau, ist ein besonderes, jedoch keinesfalls überschätztes Liebes-Spiel.

Hunger – ist das wahr?

Durch den angenommenen (Angst erzeugenden) Trennungsgedanken „Ich“ bekommt der Mensch sein Körpergewicht. Das wird durch Gedankenüberprüfung klar. Angst macht zunächst den Körper und im selben Moment das Leben schwer. Sie zieht uns nach unten und wenn wir uns dann gegen die Schwerkraft auf der Erde bewegen, raubt das Energie, die wir durch Nahrung ausgleichen. Weil an den Glauben, ein körperliches Wesen zu sein, grundsätzlich Bedürftigkeit gekoppelt ist, die nicht als das Ur-Bedürfnis nach der Wahrheit erkannt ist, unterliegt der Mensch dem Drang nach körperlicher Selbsterhaltung durch Nahrungszufuhr. Wir nennen es „Hunger“. Ohne die Umkehr können wir nicht „über unseren Tellerrand hinausblicken“. Hier sind wir von dem überlieferten Gedanken: „Der Körper braucht Essen und Trinken, um am Leben zu bleiben.“ unbewusst gesteuert.
Die Umkehr ins bewusste Sein bringt etwas ganz anderes zutage. Der Mensch ist in diesem Zustand hier und jetzt im Frieden. Er ist berührt, in Liebe mit DEM, was von außen durch die körperlichen Sinnesorgane zu ihm kommt. Die körperlichen Sinne sind offen. Diese Erfüllung des Seins, die reine Lebensfreude ist, ist in jedem Moment gegeben. Nun ist Essen und Trinken in diesem Zustand einfach ein weiterer Akt tiefer innerer Berührung. Hier ist klar, Liebe ist universelle Nahrung, macht „satt“. Für die Glückseligkeit wird keine bestimmte Nahrung benötigt. Der bewusste Mensch ist nicht in Not. Essen ist an dieser Stelle keine Ernährung, sondern Teil des Liebes-Spiels hier auf der Erde. Das dem Verstand nicht Zugängliche ist hier die Offenbarung eines liebenden Gewahrseins: Scheinbare physische Nahrung durchdringt einen scheinbaren Körper. Essen ist gut und Nicht-Essen macht nichts.
Durch Bewusstsein entpuppt sich die geballte Energie, die wir Angst nennen, als Liebe. Diese allgegenwärtige Kraft ist dem Energie-Erhaltungssatz unterworfen, dem Gesetz des ewigen Lebens. Es ist die Ur-Energie, die ohne Anfang und ohne Ende hier und jetzt im Menschen wirksam ist. Hier ist klar, dass der Körper keine eigenen Bedürfnisse hat. Er folgt dem Denken. Wird uns, die wir von Geburt an reine Liebe sind, der Glaube als Wahrheit vermittelt, dass wir physische Nahrung brauchen, kann der Körper in der Tat sterben, wenn physische Nahrung nicht verfügbar ist. Doch wir sterben nicht an physischem Nahrungsmangel, sondern an der Ignoranz der existenziellen Liebe. Hier durchdringt ein scheinbarer Tod einen scheinbaren Körper. Das ist das göttliche Spiel. Es kann hier und jetzt durch die Umkehr ins Wahrheitsbewusstsein durchschaut werden. Die konsequente Umkehr löst die unbewusst angenommenen Körperidentität durch Bewusstseins-Klarheit auf. Willkommen in der Freiheit deines Seins.