Meisterschaft

Nur der wahrhafte Schüler ist ein Meister.
Es ist der Ausdruck von Demut und Hingabe. Kein Lehrer – kein Schüler. Alles ist eins.



Nanea – Ich muss nicht schneller sein als ich bin

Den Gedanken, ‚ich muss schneller sein als ich bin‘, erfahre ich als Druck, Schmerz und Widerstand.
Es ist Krieg gegen mich selbst.
https://geistreich-sein.de/author/ritterstern/


Uwe – Vom Kopf ins Herz

Über meine Erlösung von der Harmoniesucht.
https://geistreich-sein.de/author/kristallmittagsblume/


Daniela – Die Wahrheit, die Gott ist, die ich bin

Die Erlösung vom Selbstzweifel hat mich zu einem unschuldigen Wesen gemacht.
https://geistreich-sein.de/author/christrose/


Tatjana – Die Dankbarkeit, die ich bin

Die ungewöhnliche Freude über den Verlust eines Objektes.
https://geistreich-sein.de/author/vergissmeinnicht/


Ellen – „Falsch“ ist eine Interpretation der Wirklichkeit

Die Selbsterkenntnis dieser Interpretation bringt mich in eine tiefe Stille,
wo es nichts mehr zu sagen gibt.
https://geistreich-sein.de/author/lotusblume/


Juliane – Die ultimative Befreiung

Ich bin kein sexuelles Wesen, ich bin ein geistiges Wesen.
https://geistreich-sein.de/author/hasengloeckchen/

Ein Freund – Hell und mutig – ein spiritueller Exzess

Solange ich nicht komplett vergesse, was ich gelernt habe, und davon auch nur ein Quäntchen übrigbleibt, dem ich dann die Aufmerksamkeit schenke, solange schlafe ich noch und kann nicht wach sein. Wenn ich mich an die Welt halte und ihr folge, dann schlafe ich, bin im Dauerschlaf.
Wach sein bedeutet zu hören, auf was die Worte hinweisen, ohne mich an die Worte zu klammern und das Gehörte selbst zu sein. Es selbst zu sein. Es ist nicht außerhalb von mir – ich bin DAS. Die Wahrheit ist nichts, was ich lernen kann wie Schulwissen. Das Umgekehrte ist der Fall. Ich kann von der Wahrheit erst ergriffen werden, wenn ich nichts mehr weiß, wenn ich alles, was ich für die Welt halte in Frage stelle und bereit bin, alles zu verlieren. Der Versuch, mir das Unsagbare als spirituelles Wissen anzueignen, führt zu nichts Neuem. Im gleichen Muster gefangen wie immer schon, schlafe ich weiter. In einem von mir erschaffenen Traum, in dem mich mein Verstand mit tausend Tricks bei der Stange hält, bin ich die Spielfigur darin. Ich bin in der Illusion einer wirklich erscheinenden Welt der tausend Namen und Begriffe, Vorstellungen und Formen gefangen und kenne ihren Ursprung nicht. Der Trug verschleiert DAS, was all DAS ermöglicht.
Im Wachsein, in der geistigen Präsenz bin ich herausgetreten aus einer Identität. Hier sieht (beobachtet) Bewusstsein das Gedachte und den damit verbundenen Schmerz, selbst losgelöst davon. Jetzt erst kann ich entscheiden, weil es nicht mehr ‚meine‘ Gedanken sind und eigentlich habe ich – hat ES – jetzt keine Wahl mehr, denn Bewusstsein entscheidet sich immer für Frieden. In der vermeintlichen Angst zu sterben, verbirgt sich in Wahrheit meine Angst zu leben. Ich habe Angst das zu sein, das zu erkennen ich hier bin, grenzenloses Bewusstsein. Anstatt unendlich, ungetrennt und unbegrenzt zu sein, erstarre ich eng-stlich in der Komprimiertheit meiner einengenden Ich-Blase. Es kann also nicht Todesangst sein, denn in dieser bin ich bereits tot. Ganz im Leben aufzugehen, ES selbst zu sein, heißt, dass ich nichts ausschließe, sondern Alles bin. Ich erwache aus meinem selbst erschaffenen Traum, indem ich gewahr bin, dass all das in mir ist, was vermeintlich draußen erscheint. Da ist kein Platz mehr für ‚mich‘. M-ich wird zu einer Erinnerung, einer Geschichte, die es nie gegeben hat.
Bewusstsein kann nicht verschoben werden auf morgen. Es ist immer nur jetzt möglich oder gar nicht. Es kennt keine Zeit, das wäre der Irrtum. Die Zeit bringt nichts Neues hervor, sie ist Bestandteil der Illusion. Ich entscheide mich jetzt, wach zu sein in der Bereitschaft, meinen Schmerz wahrzunehmen, anzuschauen, und den dahinterliegenden Gedanken aufzuspüren und zu hinterfragen.
Die Menschen in der Sangha dienen dem wunderbaren Werk der Liebe. Indem sie Verantwortung für ihre schmerzlichen Gedanken übernehmen, schwindet der Trug von Verdunkelung, und sie sind wach in der Liebe, die alles umfasst. Es ist der Frieden, der ICH BIN, unendlich, grenzenlos.
Diese Worte können nur auf etwas hindeuten, was sie im Kern jedoch nicht sind. Höre mit dem Herzen. Es ist Zeit, dass wir endlich aufhören, durch Selbstverleugnung zu sterben, und anfangen, zu leben und zu lieben in Glückseligkeit.


Marlo – Ein Ausbruch von Freiheit

  1. JANUAR 2022 Mir ist was ganz Wunderbares passiert! Plötzlich spüre ich mich. Ich spüre den Körper. Er ist weich, angenehm, ohne Spannung. Plötzlich fühle ich mich. Es ist ein Wohlgefühl. Es ist völlig anders. Ich fühle alles. Ich fühle alles. Es ist großartig. Es ist großartig ohne eigene Gedanken zu sein. Einfach jetzt zu sein. Da war so eine Last auf meinen Schultern. Sie ist einfach weg. Es ist keine Anstrengung mehr, den Körper zu bewegen. Nur noch Freude. Was ich zu tun habe, weiß ich. Nur wenn ich mich sträube und was anderes machen will, erzeuge ich Schmerz. Es tut weh. Ich laufe auf den Acker raus, muss lachen und weinen gleichzeitig. Die Welt ist noch die gleiche und doch ist sie plötzlich ein Wunder.
    Sie ist ein Wunder! Ich sehe die Menschen, sie haben das wahre Selbst verloren. Und deshalb
    ist die Welt, so wie sie ist. Ich habe die Menschen gehasst. Es war Selbsthass. Mein ganzes Leben läuft vor meinen Augen ab. Der ganze Hass und die Angst, das musste so sein. Ich habe das gebraucht. Ich musste in dieser Hölle sein, um das zuerkennen. Ich hatte keine Wahl. Plötzlich verstehe ich den Satz: „Leute werden nichts besitzen und doch glücklich sein“. Bis jetzt klang das für mich immer wie eine Drohung. Als ob mir jemand was wegnehmen will. Die Vorstellung, ohne etwas dazustehen, hat mich vor Angst fast irre gemacht. Und nun: Ichkann nichts verlieren, nur mich. Doch ich bin immer hier. Ich bin frei.

„Der Vogel der Glückseligkeit hat ihn davon getragen“. Mich.

Ich schau in den Spiegel und zwei Augen strahlen mich an. Früher habe ich diese Augen mal bei
jemandem gesehen und war neidisch und jetzt sind es meine. Ich musste erst einmal sterben, bevor
ich leben konnte. Es gibt keine Idioten und keine Bösen. Sie haben sich nur verlaufen. Ereignisse
kann man nicht verhindern. Sie sind nicht schlimm. Nur die Bewertung ist schmerzlich. Gott ist hier
drinnen. Die Religion/Glaube verfälscht es. Erst der Abstand bringt mich aus dem Jetzt. Ich war
immer so zurückgezogen. Nun freue ich mich Menschen zu treffen. Ich freue mich sogar auf
meine Chefin nach meinem Urlaub. Und wenn ich mich erinnere, was sie zu mir sagt, was mich
immer so wütend gemacht hat: „Ist das immer noch nicht fertig?“, fühle ich jetzt schon Freude, wenn
sie das wiedersagen würde. Es ist ein wunderbares Gefühl, sich nicht zu verteidigen/ rechtfertigen.
Rechtfertigen muss ich mich nur vor mir selbst (inneres Gericht). Und nur hier habe ich die Wahl,
entweder mir weh zu tun oder mir zu verzeihen und damit auch ihr.
In dieser Freude sehe ich den ganzen Müll, der um mich herum in meinem Zimmer liegt. Es ist der
Müll meines Lebens, der zu meinen Füßen liegt. Und es macht nichts. Und ich lache. Es ist nur
Freude. Ich weiß, wann ich aufzuräumen habe. Weil ich mich so wohl fühle, mich freue und es so
leicht ist, sich zu bewegen, mache ich jetzt eine Nachtwanderung. Früher bin ich nur spazieren
gegangen, um Stress abzubauen.
Der Gedanke ich muss erst mein Zimmer aufräumen, würde mich genau in diesen Stress bringen.
Wenn ich weiß, es muss getan werden, kann ich in Frieden aufräumen. Hier ist die richtige Wahl
getroffen. Ich ruhe in Frieden.

  1. JANUAR 2022 Ich bin nicht müde. Habe keinen Hunger mehr. Die Zigarette schmeckt nicht mehr. Es spielt keine Rolle, wenn ich krank bin oder sterbe. Niemand wird zurückgelassen. Jeder ist mein Lehrer, der mich an meinen Schmerz erinnert. Ich dachte: Ich habe einen Körper. Doch das „Ich“ ist Bewusstsein. Ich bin Bewusstsein. Bewusstsein kann erst durch diesen Körper in der Welt sein. Zeit spielt keine Rolle. Gedanken erscheinen im Bewusstsein. Weil das erkannt ist, tun sie mir nichts mehr. Ich bin das, was schon immer da war. Ich bin das, was ich gesucht habe.

Song von Sven – „Angst ist nur ne Illusion“